Pelles Katzenblog: Vom Findelkind zum Maskottchen

Sommer, Sonne, Sonnenschein?!

Juni 2015: Ich habe ja schon ewig nichts mehr von mir hören lassen. Aber ihr kennt das bestimmt, ständig passiert etwas, und ehe man sich versieht, ist die Zeit wie im Nu verflogen. Endlich ist bei mir wieder etwas Ruhe eingekehrt. Seit einigen Wochen ist nämlich mein ärgster Feind, der schwarz-weiße Kater verschwunden. Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich hätte etwas damit zu tun! Nein, ganz bestimmt nicht, aber es kommt mir doch sehr gelegen, dass er mich nicht mehr ständig in meinem Territorium stört.
Sagt mal, sollte am Sonntag nicht eigentlich der Sommer kommen? Also ich habe noch nicht viel davon bemerkt. Und dabei liebe ich den Sommer doch so sehr. Immer, wenn meine Familie an den schönen Tagen die Stühle auf der Terrasse aufstellt, muss ich mich beeilen, damit ich mir als Erster den besten Platz in der Sonne sichern kann. Aber man muss die wenigen Sonnenstrahlen ja auch nutzen, findet ihr nicht auch? Ich werde mich jetzt wieder auf die Pfötchen machen und den Sommer suchen…

Bis bald, Euer Pelle.

Frühjahrsmüde

März 2014: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und es duftet nach Frühling. Herrlich! Ich persönlich mag den Frühling ja am liebsten, weil ich zu dieser Jahreszeit endlich mal eine Ausrede dafür habe, warum ich den ganzen Tag nichts tue außer fressen, schlafen, und wieder fressen und wieder schlafen. Frühjahrsmüdigkeit nennen die Zweibeiner das. Woher diese Mattigkeit im Frühjahr überhaupt kommt, ist wissenschaftlich gar nicht so recht belegt, vermutet wird aber, dass es mit der Veränderung von Licht- und Temperaturverhältnissen zu tun hat. Irgendwas mit Hormonen und so. Und dieses Phänomen gibt es - das ist erwiesen - sowohl bei Zweibeinern als auch bei Vierbeinern. Da hilft nur viel Schlaf und Sonnenbaden. Diese Therapie gefällt mir. Ich muss meinen Zweibeinern nur noch erklären, dass ich auch unter Sommer-, Herbst- und Wintersmüdigkeit leide.

Ich leg mich wieder hin, Euer Pelle.

Katzenweihnacht

Advent/Weihnachten 2013: Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit... Ja, auch Katzen feiern Weihnachten. Ich selbst würde mich sogar zu den absoluten Weihnachtsfans zählen. Da geht es den Tieren nicht anders als den Menschen. Die einen sind ganz verliebt in Heimlichkeit, bunte Lichter und Gebäck. Andere wiederum können Advent und Weihnachten überhaupt nicht ausstehen. Denen geht dieser ganze Trubel dermaßen auf die Nerven, dass sie noch miesepetriger dreinschauen als ohnehin schon. Unser beratungsresistenter Nachbarskater, über den ich hier ja schon gelegentlich berichtet habe, ist zum Beispiel so ein typischer Weihnachtsmuffel. Dieses soziale Phänomen wurde bei ihm in diesem Jahr auch noch dadurch verstärkt, dass er sich gleich am 1. Advent beim Nachstellen einer Maus in einer Lichterkette verfangen hatte und ihm seine Beute so durch die Lappen ging. Er scheint keine Dosenöffner zu haben, warum sonst sollte er überhaupt noch zur Jagd gehen. Ich zum Beispiel verlasse in der Advents- und Weihnachtszeit nur noch für ganz dringende Geschäfte das Haus. Ansonsten wohne ich dem Plätzchenbacken bei, der Zubereitung diverser anderer leckerer Speisen und freue mich natürlich ganz besonders auf den Festtagsbraten.

Ich weiß, es besteht eine leichte Gefahr, übergewichtig zu werden. Aber bitte, es ist doch Weihnachten. Bei meinem allerersten Weihnachtsfest wollte ich mir die paar Gramm zu viel noch an dem Kletterbaum mit den grünen Nadeln abtrainieren, den meine Zweibeiner immer zur Katzenweihnacht ins Wohnzimmer tragen. Das war vielleicht ein Geschrei, als ich Anlauf genommen hatte. Ich konnte den Sprung gerade noch abwenden. Seitdem achten meine Dosenöffner immer sehr genau darauf, dass ich dem Kletterbaum nicht zu nahe komme.

Meine Zweibeiner können froh sein, dass sie keinen Hund haben. Es soll ja Kläffer geben, die glauben, der Weihnachtsbaum werde nur für Sie ins Wohnzimmer getragen, damit sie fürs kleine Geschäft in der kalten Jahreszeit nicht mehr vor die Tür müssen. Igitt. Aber wie soll bitteschön ein Vierbeiner diesen Festtagsbrauch verstehen? Vielleicht gehört das auch zu dieser Heimlichkeit, von der zu dieser Zeit immer gesprochen wird. Mir bleibt der Sinn des nadelnden Kletterbaums jedenfalls immer noch verborgen. Aber auch ich habe so meine Geheimnisse in der Weihnachtszeit. In unbeobachteten Momenten hole ich mir einen dieser bunten Spielbälle aus dem Kletterbaum. Leider quietschen diese nicht und sind nicht sonderlich robust. Aber dafür gibt es viele...

Eine frohe Katzenweihnacht wünscht Euch Euer Pelle.

P.S. Ich werde Frauchen bitten, dem Nachbarskater zu Weihnachten eine von meinen Dosen zu öffnen. Aber nur eine.

Wer bloggt mit mir?

Wismar, 14. Juni 2013: Als Blogger bin ich den Umgang mit Medien ja gewöhnt. Nichts Besonderes, machen die Zweibeiner auch. Facebook, Twitter, Youtube... Da fällt mir ein, ich könnte bei Gelegenheit eigentlich mal einen Film von mir auf Youtube einstellen, z.B. von unserem letzten Grillabend. Das liebe ich am Sommer ja am meisten: Wenn das Feuer brennt, Wurst und Fleisch - noch ganz roh - auf dem Tisch liegen und... Herrchen mal wieder die Grillzange vergessen hat. Was passiert, wenn er ins Haus läuft, erzähle ich hier lieber nicht.

Aber zurück zum Thema Medien. Ich entdeckte also kürzlich ein Bild von mir in einem Printmedium, nebst einem Bericht über mich. Ja, über Pelle aus Wismar! Ehrlich, ich fühlte mich schon ein bischen geadelt. Wer hätte das gedacht? "pellets" heißt dieses Magazin. So ein Fachblatt für die Pelletbranche. Da stehen Geschichten über Pelletheizungen, über die Pelletproduktion in Deutschland, Europa und der ganzen Welt drin und eben auch über Katzen, die Pellets mögen, glaube ich. Jedenfalls heißt es in dem Artikel, ich sei vielleicht der erste Stubentiger mit einem eigenen Blog. Da bin ich ja fast von Frauchens Schoß gefallen, als ich das gelesen habe. Wie? Andere Katzen haben keinen Blog? Naja, dass der griesgrämige Nachbarskater - dieser Einfaltspinsel - keine Ahnung von den neuen Medien hat, dachte ich mir schon. Aber es muss doch irgendwo im Pellet-Universum noch bloggende Samtpfötchen geben. Vielleicht auch eine unglaublich gut aussehende Katzendame. --- Liebe Bloggerin, ich bin Pelle, intelligent, gutaussehend, gut bemittelt. Garantiert keine schmutzigen Hintergedanken (wie denn auch, s. Blog "Wie ich meiner Männlichkeit beraubt wurde") --- Zuschriften an pelle@german-pellets.de. Alle anderen dürfen mir natürlich auch gerne schreiben. Ich freue mich auf Eure Zuschriften. Jetzt muss ich aber los, es ist Freitag, die Sonne scheint, ich glaube, wir grillen wieder...

Bis bald, Euer Pelle.

Pelle lässt das Mausen nicht

Wismar, 24. April 2013: Ehrlich, ich habe der Amsel keine Feder gekrümmt. Ich weiß auch nicht, was das Vogelhaus auf meinem "Sonnendeck" zu suchen hat. Meine Zweibeiner haben sicher vergessen, es in den Schuppen zu stellen. Die Wintervogelfütterung ist jetzt schließlich vorbei. Monatelang hat meine Familie das Federvieh versorgt. Toll, habe ich anfangs noch gedacht, da können sich die Piepmätze erst noch richtig dick und rund fressen und dann werden sie mir auf einem Silbertablett gereicht. Dachte ich. Heute weiß ich, dass Vögel für jagende Hauskatzen die schwierigste Beute überhaupt sind.

Frauchen sagt sowieso immer, ich soll die Vögel in Ruhe lassen. Dabei weiß sie doch, dass ein stattlicher Kater wie ich es bin, allem hinterherjagen muss, was kreucht und fleucht. Stundenlang habe ich also auf der Lauer gelegen, mit Katzengeduld beobachtet, wie sich Sperling, Amsel, Fink und Co. einen Sonnenblumenkern nach dem anderen in den Schnabel geschoben haben, um dann im richtigen Augenblick einem dieser flatterigen Wesen nachzustellen. Aber irgendwie schaffen es diese Körnerfresser immer, einen Tick schneller zu sein und auf einem nächsten Ast zu verschwinden. Die Vogeljagd habe ich ganz aufgegeben, nachdem ich einmal deshalb das Abendessen verpasst habe. Jetzt ist ohnehin Frühling, da liege ich viel lieber faul auf der Terasse in der warmen Sonne. Wenn doch nur jemand mal dieses Vogelhaus wegräumen würde. Das erinnert mich immer wieder an meine Schmach.

Apropos Schmach. Ich habe ja nun inzwischen mit allen Nachbarskatzen die Fronten geklärt, heißt: Auf meinem Grundstück gebe ich den Ton an. Das haben auch alle kapiert - das mit der Körpersprache habe ich Euch ja schon einmal erklärt. Nur dieser eine will oder kann es nicht verstehen, ein Pitbull von einem Kater, sage ich Euch. Ich bin bestimmt kein Weichei, aber bei dem wird mir schon beim Anblick gruselig. Ich verstehe nur nicht, warum er sich ausgerechnet in meinem Garten immer mit seinen Miezen verabreden muss. Ich will auch gar nichts von seinen Damen. Mit dem Thema bin ich bekanntlich durch. Frühlingsgefühle bekomme ich nur, wenn ich in der Sonne auf der Terrasse liege und Frauchen mir ein Leckerli reicht. Was gibt es Schöneres?, fragt Euer Pelle.

Vom Stubentiger zur Werbe-Ikone

Wismar, 3. Mai 2012: Ja, ich bin jetzt ins Model-Geschäft eingestiegen. Neulich hatte ich meine ersten professionellen Aufnahmen in einem Fotostudio. Erst einmal für Pipi-Einstreu. Fängt doch jeder mal klein an. Für Gourmet-Katzenfutter oder Mode für den modernen Kater kann ich später immer noch laufen. Mollige Models - immerhin wiege ich jetzt 5.700 Gramm - sind gefragter als diese dünnen Hungermietzen. Meine Zweibeiner sorgen halt sehr gut für mich. Ich müsste eigentlich nicht einmal modeln, aber warum nicht, wenn das mit den echten Mäusen schon nicht klappt...

Das mit der Katzenstreu war ich meinen Lebensrettern von German Pellets ohnehin schuldig. Auf die Gage habe ich dann auch verzichtet. Wie Ihr ja wisst, haben die Mitarbeiter von German Pellets mich als ausgesetztes Katzenbaby in der Nähe ihres Werksgeländes entdeckt. Seitdem wohne ich bei der Familie einer Mitarbeiterin. Die Fotoaufnahmen in dem Studio waren mehr als aufregend. Als ob mich Blitzlichtgewitter, viele Menschen oder so etwas stören würden, aber in diesem Studio hat es gerochen... Da muss zuvor eine Katzendame fotografiert worden sein. Das hat mich jedenfalls dermaßen betört, dass ich fast vergessen hatte, warum ich eigentlich da war. Nach für meine Zweibeiner gefühlten 5 Stunden habe ich mich dann besonnen und mich mit so einem Sack von dieser Katzenstreu abbilden lassen, mal im Stehen, mal im Liegen, mal im Sitzen, mal schüchtern guckend, mal draufgängerisch... Alle waren ganz entzückt. 

Ich bin es übrigens auch von dieser Katzenstreu. Am Anfang habe ich ja noch gelacht, als meine Zweibeiner damit ankamen. Über was sich Menschen so alles Gedanken machen. Da wird das kleine Geschäft zu einer ganz großen Nummer. Die meisten von uns Samtpfoten, ausgenommen natürlich diese Outdoor-Survival-Katzen, aber die gibt es ja heute kaum noch, kennen herkömmliche graue Einstreu. Die kleinen Steinchen pieksen an den Füßen und verbreiten nach dem ersten Geschäft einen abscheulichen Geruch. Die Zweibeiner finden sie praktisch, weil Sie unsere Hinterlassenschaften in kleinen und großen Klumpen entnehmen und entsorgen können. Die neue Einstreu von German Pellets ist jetzt aus Holz. Ja ja, manche Öko-Katzen hatten auch vorher schon Holzspäne, aber diese Einstreu hier kann jetzt auch klumpen. Sie ist also genauso praktisch wie die stinkenden Steinchen, aber riecht besser, ist umweltfreundlich und piekst nicht. Mir kommt jedenfalls nichts anderes mehr ins Klo.

Jetzt aber genug zu diesem Thema. Als nächstes würde ich gerne als Testimonial für Katzenfutter arbeiten. Das ist appetitlicher.

Guten Hunger, wünscht Euer Pelle.

Die zweite Lektion Körpersprache

Wismar, 10. November 2011: Hallo, liebe Internetgemeinde. Über die Körpersprache von Katzen habe ich an dieser Stelle ja schon einmal ausführlich berichtet. Heute möchte ich noch einmal gesondert auf das Thema Begrüßung eingehen. Wir Samtpfoten gehören nämlich zu den höflichsten Wesen überhaupt und legen viel Wert auf traditionelle Begrüßungsrituale.

Begegnen sich also zwei Katzen, gehört es zum guten Ton, sich zunächst mit einem kleinen Nasenstüber zu begrüßen. In diesem Punkt sind sich Katz' und Mensch scheinbar sehr ähnlich, nur dass meine "Dosenöffner" zu Hause sich statt mit der Nase immer mit dem Mund begrüßen. Mir soll's egal sein, wenn sie dabei nur nicht immer so schmatzen würden. Für die Menschen ist das Begrüßungsritual damit beendet. Wie langweilig ist das denn bitte?

Bei uns Katzen geht es dann erst richtig los. Wie das Begrüßungszeremoniel weitergeht, hängt aber davon ab, wie wir zu unserem Gegenüber stehen. Sind wir einigermaßen gut aufeinander zu sprechen, wenden wir uns nach dem Nasenstüber der Schwanzregion zu. Was denn? Da ist überhaupt nichts Anstößiges dabei. Ich weiß, Ihr Zweibeiner findet das unappetitlich. Aber so finden wir weitere Informationen über den anderen heraus. Zum Beispiel, ob der Nachbarskater heute zur Abwechslung mal freundlich zu mir ist? Wenn ja, dann reiben wir anschließend unsere Körper ein bisschen aneinander. Auch das gehört zur Begrüßung. Meinen Zweibeinern habe ich das inzwischen auch schon beigebracht. Nur das mit dem Riechen am Hinterteil lasse ich dann weg. Nach dem Nasenstüber wird gleich gekuschelt.

Wie wir Katzen reagieren, wenn wir weniger gut auf unser Gegenüber zu sprechen sind, habe ich hier ja schon einmal erläutert. Und ich kann euch sagen, mit meinem Katzenbuckel habe ich schon so manche Nachbarskatze beeindruckt. Aber wenn's brenzlig wird, nehme ich doch lieber reißaus. Der mit den schnellsten Beinen gibt nach.

Apropos schnelle Beine. Ich habe mich inzwischen zu einem recht passablen Jäger entwickelt und fange allerlei Mäuse und Vögel und ... Ist ja schon gut, aber immerhin jage ich mittlerweile recht erfolgreich Mücken und Fliegen. Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Meisterhaft ist dafür, wie ich Wasser trinke (siehe Foto). Das macht mir so schnell kein Vierbeiner nach. Nur den Wasserhahn mussten mir meine Zweibeiner noch aufdrehen, aber das kriege ich auch noch hin.

Bis dahin, es grüßt ganz lieb, Euer Pelle.

Wie ich meiner Männlichkeit beraubt wurde

Wismar, 16. August 2011: Liebe Samtpfotenfreunde, nachdem ich in diesem Frühjahr meiner Männlichkeit beraubt wurde, wollte ich mich eigentlich überhaupt nicht mehr zu Wort melden. Im Ernst, Ihr hättet mich ruhig einmal vorwarnen können. Schnipp, schnapp und plötzlich war ich nur noch ein halber Kater.
Meine Dosenöffner sagen, das war notwendig, damit ich nicht im Haus markiere. Als ob ich so etwas jemals tun würde. Ich habe doch so ein Katzenklo mit Holzpellets.
Stattdessen sind nun meine Chancen, bei der, wenn auch etwas eingebildeten, aber überaus hübsch anzusehenden Nachbarskatze zu landen, gen Null gesunken. Ich werde nie erfahren, wie es...
Im Ernst, nach einigen Wochen Trauer bin ich jetzt darüber hinweg. So eine Kastration hat ja durchaus auch ihre guten Seiten. Schließlich bin ich selbst ein Findelkind. Und es gibt wahrlich mehr als genug Katzenkinder, die nicht so ein Glück haben wie ich und immer heimatlos bleiben.
Außerdem kann ich mich heute viel mehr auf meine Jagdinstinkte konzentrieren. Was interessieren mich die schnorrenden Katzen-Damen, wenn ich eine fette Maus haben kann. 

Bis bald, Eurer Nimmersatt Pelle.

Holzpellets für die Katzentoilette

Wismar, 14. März 2011: Da kommt Ihr im Leben nicht drauf, was meine Zweibeiner mit mir so alles anstellen. Neuerdings kippen sie mir so kleine Pellets in mein stilles Örtchen. Am Anfang habe ich noch gedacht, das seien Leckerli und mich gewundert, weil die Zweibeiner sind sonst ja so reinlich. Die würden nie auf der Toilette zu Abend essen. Ich auch nicht, und so war ich schon ein bisschen verdutzt, bis ich feststellte, dass diese Pellets gar nicht zum Essen sind. Man kann höchstens damit spielen und sie quer durch die Wohnung schnipsen. Das wiederum gefällt meinem Frauchen gar nicht.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, was diese Pellets nun also auf meiner Katzentoilette zu suchen haben. Dafür ist nämlich meine bisherige Katzenstreu verschwunden. Und diese hier riecht wunderbar nach Holz, bindet Feuchtigkeit, also meine Pipi, und ist biologisch abbaubar. Das ist gut für die Umwelt, also für mich und alle Katzen.
Scharren kann man in Tiereinstreu aus Holz übrigens genauso gut wie in mineralischer Streu. Na gut, im Sand ist es natürlich schöner. Aber wer will schon, dass die Nachbarskatze beim Geschäfte machen ständig zusieht? Und sauberer ist so ein Katzenklo allemal. Dafür sorgen meine Zweibeiner, während ich mir im Garten nie merken kann, wo ich schon einmal etwas hinterlassen habe. Uups!
Und überhaupt, als "Pelletianer" muss ich natürlich auch die Produkte von German Pellets nutzen. Und mit denen kann man eben nicht nur heizen. Die German Horse Pellets GmbH produziert Tiereinstreu aus Holz nicht nur für Katzen, sondern auch für Hasen, Meerschweinchen & Co. und auch für Pferde.
Toll, findet Euer Pelle.

P.S. Was müssen Pferde für eine riesige Toilette haben...

Meine erste Lektion in Körpersprache

Wismar, 16. Februar 2011: Liebe Zwei- und Vierbeiner, das hier ist keine Gymnastik-Übung nach Pilates, sondern ein Katzenbuckel. Wir Vierbeiner zeigen mit Körpersprache unserem Gegenüber an, wie wir sein Verhalten finden. Und ich bin hier gerade von unserer dreisten Nachbarskatze blöd angemacht worden. Die hat mich doch glatt von ihrem Grundstück verjagt. Dabei wollte ich doch nur mal kurz "Hallo" sagen. Mit erhobenem Schwanz, langsam trabend bin ich da hinübergelaufen - heißt so viel wie: "Hallihallo, ich komme in guter Absicht. Darf ich deinen Fressnapf leeren?" Sie hat mich wohl falsch verstanden. Denn diese Dorfkatze hatte nichts besseres zu tun, als einen Buckel zu machen und mich fies anzuschnarren. Das habe ich wiederum sofort verstanden und mich aus dem Staub gemacht. Spielverderberin.
Meine Zweibeiner sind da nicht so empfindlich. Da kann ich mir so ziemlich alles erlauben. Meine neueste Masche: Dem Frauchen Nummer 2 klaue ich immer die Zopfgummis. Das ist Super-Spielzeug. Außerdem finde ich es viel schöner, wenn Sie ihre Haare offen trägt.
Ein kleines Missgeschick ist mir kürzlich mit unserer Yucca-Palme passiert. Das ist ein herrlicher Kletterbaum. Nur bin ich inzwischen wohl zu schwer geworden. Leider sind zwei Äste abgebrochen. Aber der Baum war ohnehin zu groß geworden und immer im Weg. Letztlich habe ich mich als Baumstutzer auch mal ein wenig nützlich machen können. Ich bin ja schließlich nicht nur zum Liebhaben auf der Welt.
Es grüßt Euch ganz lieb, Euer Pelle.

Kurze Einführung in Pelles Katzen-Alphabet- Hocherhobener Schwanz: Ich will doch nur spielen.- Langsam zuckender Schwanz: Ich mag Dich.- Schlagen oder vibrieren des Schwanzes: Ich bin wütend.- Katzenbuckel: Dir werd ich's zeigen. - Knurren: Lass mich in Ruhe.- Zuberge stehendes Fell: Ich übe Angriff.- Fell lecken: Das Essen war okay, mir ist nur ein ganz klein bisschen schlecht geworden.- Angelegte Ohren: Bitte nicht stören!- Scharren am Fressnapf: Gibt's nicht noch mehr?- Wälzen auf dem Sofa: Los, streichel mich!- Schnurren: Noch mehr streicheln!- Miauen: Du darfst mir meine Wünsche von den Augen ablesen.

Milchschaum und andere Merkwürdigkeiten

Wismar, 8. Dezember 2010: Hallo, Leute. Da staunt Ihr nicht schlecht, wie sehr ich gewachsen bin, oder? Frauchen sinniert immer schon darüber, ob unter meinem Pelz vielleicht doch mehr als ein Stubentiger steckt. Ich kann Euch beruhigen. Ich werde keine kleine Großkatze, aber ein großer Hauskater.
Habt Ihr das eigentlich auch gesehen? Neulich fiel so weißes Zeug vom Himmel. Ganz langsam und leise. Schnee nennen die Zweibeiner das. Ich weiß nicht, was dieses Wort bedeutet. Ich sage Milch-Schaum dazu. Schmeckt aber nicht so, eher wie Wasser, und macht kalte Füße. Meine Menschen-Familie zieht deshalb jetzt immer dicke Stiefel an - und ich? Ich muss frieren.
Übrigens trage ich jetzt eine Kette um den Hals. Die Zweibeiner machen das auch. Schmuck nennen sie das. Aber bei mir kommt da immer noch so eine Leine dran. Damit führe ich dann meine Menschen aus. Oder andersrum? Ja, ich gebe es ja zu, neulich habe ich wohl etwas über die Strenge geschlagen. Aber dass ich ausgebüxt bin, kann man nun auch nicht sagen. Ich wollte eben mal schauen, was für Vierbeiner es in meiner Nachbarschaft so gibt. Bevor ich dem Nachbarshund die Leviten lesen konnte, hatte Frauchen mich schon wieder eingefangen.
Zur Strafe sind sie dann mit mir wieder zum Tierarzt gefahren. Der hat mich mit einer langen Nadel gepiekst. Ich dachte schon, das war's dann jetzt. Nach ein paar Sekunden hatte ich meine erste Impfung überstanden.
Bis bald, euer tapferer Pelle.

Mein erstes Weihnachtsgeschenk

Wismar, 16. November 2010: Hallo, Ihr Lieben. Heute mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Ich hatte ja überhaupt keine Zeit zum Schreiben. Ich habe jetzt nämlich einen Katzenbaum. Da kann man, wie Ihr hier seht, so herrliche akrobatische Übungen drauf machen, sich verstecken, auf einen Thron klettern... Ich kann gar nicht genug davon kriegen. Wirklich toll, was sich die Zweibeiner so alles für uns Samtpfoten ausdenken. Frauchen hat gesagt, der Katzenbaum ist ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.
Weihnachten!!!... Das muss etwas ganz Besonderes sein, reden nämlich alle schon drüber, dass es da noch viel mehr Geschenke gibt, gaaanz viel zu essen, einen Opa mit Bart und Mantel. Und, ob Ihr es glaubt oder nicht, da stellen sich die Menschen einen echten Baum ins Wohnzimmer. Na, da freue ich mich schon drauf. Bis dahin übe ich noch auf meinem Katzenbaum, und dann wollen wir doch mal sehen, ob ich nicht auch schon groß genug bin, um auf eine richtige Weihnachtstanne zu klettern.
Ach, noch etwas soll ganz besonders sein an Weihnachten. In der Heiligen Nacht, so sagen die Zweibeiner, da können die Tiere sprechen. Wie bitte? Das tun wir doch das ganze Jahr, nur versteht uns keiner. Aber in dieser einen Nacht, da sollen die Menschen uns tatsächlich hören können. Na, dann werde ich mal schon anfangen, meine Weihnachtspredigt vorzubereiten.
Macht's gut, Euer Pelle.

Maus-Ersatz: Lego-Bausteine

Der Kater lässt das Mausen nicht

Wismar, 29. Oktober 2010: Liebe Katzenfreunde, vor ein paar Tagen bin ich bei einer Erkundungstour durchs Haus auf der Treppe ausgerutscht und abgestürzt. Macht Euch keine Sorgen. Bis auf ein wenig Nasenbluten habe ich den Sturz gut überstanden. Meine Zweibeiner waren aber ganz schön in Sorge um mich. Sie wollen jetzt meinetwegen extra ein Sicherheitsnetz anbringen. Da war ich doch ein bisschen gerührt.
Aber an dieser Treppe komme ich einfach nicht vorbei. Im Obergeschoss gibt es für einen neugierigen Kater wie mich so viel zu entdecken. Ich brauche Euch nichts vormachen. Am Ende geht es doch immer nur um eines. Um die Mäuse. Aber ich habe immer noch keine einzige entdeckt. Meine Zweibeiner bieten mir dafür immer jede Menge Ersatzmäuse an, Plüschtiere zum Beispiel und Lego-Bausteine. Sie nennen das Spielen. Das ist auch ganz nett, aber eigentlich geht's doch immer ums Jagen. Woher ich das weiß? Nun ja, ich habe zwar noch nie eine Maus gesehen, aber das liegt uns Samtpfoten einfach im Blut. Urinstinkt nennt man so etwas.
Mein Instinkt sagt mir jetzt auch, dass gleich Fütterungszeit ist. Solange ich keine Maus finde, bin ich wohl oder übel darauf angewiesen, dass meine Zweibeiner mir den Napf füllen. Aber eines Tages werde auch ich etwas zum Familien-Unterhalt beitragen. Meine allererste Maus schenke ich Frauchen.
Guten Appetit, Euer Pelle.

Pellets sind für einen Abenteurer wie mich langweilig.
Viel interessanter sind da schon Zimmerpflanzen...
... und was so alles auf Schreibtischen zu finden ist.

Was bin ich? Pelle oder Pelline?

19. Oktober 2010: Werte Freunde des kleinen Stubentigers. Heute war ich mal wieder in Wismar. Auf dem Weg zum Tierarzt haben wir einen Abstecher zu German Pellets gemacht. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich dort als Findelkind entdeckt und vorübergehend aufgenommen worden bin?
Die Pelletierer jedenfalls waren völlig aus dem Häuschen, mich nach so langer Zeit wiederzusehen. Sie haben gestaunt, wie groß ich schon geworden bin. Ich hab mich natürlich von meiner besten Seite gezeigt und ihnen zu Liebe vorgeführt, was ich schon alles gelernt habe: Zimmerpflanzen anknabbern, über den Schreibtisch laufen...
Jedenfalls weiß ich jetzt endlich, was Pellets sind. Naja, da hatte ich, ehrlich gesagt, ein bisschen mehr erwartet. L Also, das sind so kleine Holzdinger, die kann man weder essen, noch kann man damit spielen. Die Zweibeiner heizen damit ihre Wohnungen. Mir soll's Recht sein, Hauptsache, bei Frauchen auf dem Schoß ist es immer schön warm. Da krabbel ich jetzt auch wieder hin. Ich bin von meinem großen Ausflug noch völlig geschafft. Meine kleinen Katzenaugen fallen mir gleich zu.
Bis bald, Euer Pelle.

P.S. Übrigens sind sich meine Zweibeiner erst jetzt 100% sicher, dass ich tatsächlich ein Pelle bin und keine Pelline. Diese Frage war nämlich immer noch offen. Der Tierarzt wollte sich nicht festlegen, ob nun Kater oder Kätzchen. Mich hat ja keiner gefragt. Pelline...??? Ich bitte Euch...

Meine ersten großen Ferien

15. Oktober 2010: Entschuldigt, dass ich so lange nichts von mir hören lassen habe. Ich war mit meinen Zweibeinern im Urlaub auf der Insel Rügen. Da habe ich es mir mal so richtig gut gehen lassen. Meine Leute hatten ja den ganzen Tag Zeit zum Spielen und Kuscheln. Frauchen sagt immer, ich bin verwöhnt. Ich weiß gar nicht, wie sie das meint.
Von meinem schwierigen Start ins Leben habe ich mich inzwischen gut erholt. Ich bin ordentlich gewachsen und wiege jetzt 744 Gramm und bekomme nun zusätzlich zu meiner Milch Trockenfutter für Katzenbabys. Total lecker. Dafür haben mir meine Zweibeiner einen eigenen Fressnapf gekauft. Ich verstehe nur nicht, warum meiner nicht auf dem Küchentisch bei den anderen stehen darf. Außerdem habe ich jetzt ein eigenes Haus, aber am liebsten schlafe ich sowieso bei Frauchen auf dem Schoß. Das mit dem Katzenklo ist auch so eine Sache. Manchmal geht halt noch was daneben. Da rümpfen meine Leute immer die Nasen. Aber das wird schon noch.
Hin und wieder spaziere ich auch schon mal durch unseren Garten. Aber das Gras kitzelt immer so an meinem Katzenbauch. Am liebsten lasse ich mich sowieso von meinen Zweibeinern in der Jacke tragen. Da ist es so schön kuschelig.
Bis zum nächsten Mal, Euer Pelle.

Wie ich zu meinem Namen kam

28. September 2010: Hallo, ich bin's. Pelle. Ich wohne in Lübow bei Wismar - bei einer gaaaaanz tierlieben Familie. Noch vor einer Woche da war ich ein verwaistes Katzenbaby. Am Pelletwerk in Wismar hab ich gelegen. Wie ich da hin kam, weiß ich nicht mehr. Ich kann Euch sagen, das war überhaupt nicht lustig. Ich habe so laut geschrien, wie ich nur konnte. Und gefroren habe ich. Bis mich ein Mitarbeiter von diesem Pelletwerk endlich gefunden hat.
Nun könnt Ihr Euch ja sicher auch denken, woher ich meinen Namen habe. Zum Glück haben sie mich nicht German genannt, oder Pelletino oder so. Pelle finde ich ganz nett. Pelle der Eroberer. Und wie ich die Herzen der German Pellets-Mitarbeiter erobert habe... Erst einmal sind sie mit mir zum Tierarzt gefahren. Seitdem bekomme ich meine Milch aus der Flasche. Dann durfte ich in der Chefetage schlafen.
Keine zwei Tage hat es gedauert, da hatte ich dann auch schon ein neues Heim gefunden. Eine Frau von den Pelletierern hat mich mit zu sich nach Hause genommen. Und hier gefällt es mir jetzt so gut, dass ich mein ganzes Katzenleben hier bleiben will. Abenteuer hatte ich ja auch schon genug, glaube ich. 
Bis bald, Euer Pelle.