14.12.2015

Durchbruch beim Klimavertrag: Ausstieg aus fossilen Energien beschlossen


Die Welt hat einen Klimavertrag. Von einem historischen Moment und einem Wendepunkt in der Klimageschichte sprechen Teilnehmer und Beobachter der Weltklimakonferenz, die am Sonnabend in Paris zu Ende ging. Alle 196 Länder haben dem Vertrag zugestimmt. Nun geht der Kampf gegen die Erderwärmung in eine entscheidende Phase. Mit ihm beginnt der ernsthafte und endgültige Ausstieg aus fossilen Energien. „Die Staaten sind mit dem Klimavertrag aufgefordert, jetzt ihre Energiewirtschaft schleunigst umzubauen, weg von Kohle, Öl und Gas“, sagt German Pellets-Sprecherin Claudia Röhr. 

Endlich ist es gelungen, dass die Staatengemeinschaft sich auf ambitionierte Ziele für die Rettung des Weltklimas geeinigt hat. Die Erderwärmung soll auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt, wenn möglich unter 1,5 Grad gehalten werden. Die Treibhausgasemissionen sollen „so schnell wie möglich“ reduziert werden. Die bisherigen Zusagen der Länder reichen noch nicht aus, um diese Ziele zu erreichen. Dies gelingt nach Einschätzungen der Wissenschaft nur mit einem raschen und konsequenten Ausstieg aus fossilen Energien, also einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft, bis zur Mitte dieses Jahrhunderts. Besonders im Fokus steht dabei die Stromgewinnung aus Kohle, die als besonders klimaschädlich gilt. In ersten Reaktionen wird weltweit ein rascher Kohleausstieg gefordert. Auch Deutschland, so fordern Umweltschutzorganisationen, müsse sich jetzt rasch zum Kohleausstieg bekennen.

„Aber auch der Wärmemarkt bietet besonders hohe Potenziale zur Erreichung der Klimaziele“, sagt Claudia Röhr. Beispiel Deutschland: Hier wird noch rund 90 Prozent der benötigten Wärmeenergie aus fossilen und klimaschädlichen Brennstoffen gewonnen. Dabei könne es nicht sein, dass die Bundesregierung beispielsweise über die KfW weiter den Einbau von Ölheizungen fördert. Es muss jetzt rasch eine Kehrtwende im Wärmemarkt durch Anreize und ordnungspolitische Maßnahmen eingeleitet werden. 

Für die Unternehmen der Pelletindustrie bietet der UN-Klimavertrag zahlreiche Chancen, sowohl beim weiteren Umbau des Wärmemarktes als auch im Stromsektor. „Das Potenzial, das Holzpellets für den Klimaschutz haben, ist gewaltig und noch längst nicht ausgeschöpft“, sagt German Pellets-Sprecherin Claudia Röhr. 

Der in Paris beschlossene UN-Klimavertrag tritt 2020 in Kraft. Um die Vertragsziele zu erreichen, müssen die Länder jedoch schon früher  beginnen, Maßnahmen umzusetzen. Skeptiker kritisieren, der Klimavertrag sei nicht verbindlich genug, die Klimabeiträge der einzelnen Nationen sollen auf freiwilliger Basis erfolgen. Politiker und Umweltorganisationen dagegen loben das Abkommen von Paris als ein starkes Signal und Bekenntnis für den Klimaschutz und zur Abkehr von fossilen Energien. Erstmals haben sich nahezu alle Staaten auf einen verbindlichen Weltklimavertrag geeinigt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem „monumentalen Erfolg für die Völker des Planeten“.

Über die German Pellets-Gruppe
German Pellets ist einer der größten Produzenten und Anbieter von Holzpellets. Der alternative Brennstoff wird weltweit für die Erzeugung von erneuerbarem Strom und grüner Wärme genutzt. Das inhabergeführte Familienunternehmen wurde vor elf Jahren gegründet und beschäftigt heute rund 650 Mitarbeiter in Europa und den USA. 

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