04.01.2016

Das Energiejahr 2016: Das ändert sich für Verbraucher


Mit dem neuen Jahr treten einige Änderungen für Verbraucher, Bauherren und Hausbesitzer in Kraft. Hier eine Übersicht der wichtigsten Neuregelungen im Energiebereich in Deutschland:

Modernisierungsoffensive im Heizungskeller: Fördermittel für Pelletheizungen steigen

Zum 1. Januar 2016 startet das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) mit den Förderkomponenten "Heizungs- und Lüftungspaket". Ziel ist, neue Impulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Über das APEE stellt die Bundesregierung jährlich 165 Mio. Euro über drei Jahre bereit. Bestehende Fördermöglichkeiten wurden erweitert und aufgestockt. In diesem Zuge wurden auch die Zuschüsse für Pelletheizungen zum Jahreswechsel erhöht. Die Fördersätze wurden pauschal um 20 Prozent angehoben. Damit erhalten Heizungssanierer und Bauherren jetzt mindestens 3.600 Euro und bis zu 9.600 Euro Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm für Erneuerbare Wärme.

Effizienzlabel auch für alte Heizungen: Informationen für Verbraucher sollen zur Modernisierung anregen

Auch auf die Besitzer alter Heizungen kommen Änderungen zu. Zum 1. Januar 2016 wurde das nationale Effizienzlabel für Bestandsheizungen eingeführt. Spätestens ab 2017 müssen Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, ein Energie-Effizienzlabel tragen. Diese Kennzeichnung soll Verbraucher über den jeweiligen Effizienzstatus ihrer Heizung informieren. Hintergrund: Drei von vier Heizungen in Deutschland entsprechen nicht dem Stand der Technik. Zum Anbringen des Etiketts sind Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und Energieberater berechtigt. 

Höhere Effizienzstandards für Neubauten: Pelletheizungen erfüllen neue Grenzwerte

Seit dem 1. Januar 2016 gelten lt. Energieeinsparverordnung (EnEV) schärfere Energiestandards in Neubauten. Die Mindestanforderungen an den Primärenergiebedarf sind um 25 Prozent gesunken, heißt ein Neubau muss ab sofort 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als bisher. Gleichzeitig soll der Wärmeschutz der Bauhülle um 20 Prozent steigen. Da Gas oder Öl sich negativ auf die Energiebilanz auswirken, ist es mit diesen fossilen Brennstoffen schwer, die neuen Energiestandards zu erfüllen. Mit regenerativen Energien dagegen, wie Pelletheizungen, lassen sich die neuen Grenzwerte problemlos einhalten. 

Rückgaberecht für alte Elektrogeräte

Am 24. Juli 2016 tritt ein neues Elektro- und Elektronikgesetz in Kraft mit dem u.a. die Rücknahme von Elektro- und Elektronik-Altgeräten verbessert wird. Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen dann alte Elektrogeräte zurücknehmen. Bei größeren Geräten wie bspw. Fernsehern und Elektroherden ist eine Rücknahme nur dann Pflicht, wenn die Kunden ein entsprechendes Neugerät kaufen, bei kleineren Geräten gilt dies auch ohne einen Neukauf.