18.11.2011
German Pellets: Genehmigung für Heizwerk erteilt
Zwischenschritt auf dem Weg zum weiteren Ausbau des German Pellets-Werkes in Ettenheim: Der Ortenaukreis hat in dieser Woche die Nachrüstung des Heizwerkes genehmigt und damit der Verbrennung von Gebrauchtholz zugestimmt. „Für uns ein ganz wichtiges Signal, dass die Entwicklung des Standortes Ettenheim endlich wieder voranschreitet“, sagt Unternehmenssprecherin Claudia Röhr.
German Pellets darf in seinem Heizwerk künftig neben naturbelassenem auch behandeltes Holz verbrennen. Mit der Änderungsgenehmigung verbunden sind der Bau und Betrieb eines überdachten Brennstoffbunkers sowie der Einbau eines effizienten Gewebefilters. „Die Bauarbeiten werden zügig umgesetzt“, sagt Claudia Röhr.
Der Einbau eines Gewebefilters und die Errichtung eines überdachten Brennstoffbunkers tragen zu einer weiteren Emissionsminderung bei, wenngleich auch heute die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden. Das Heizwerk wird gegenwärtig mit einem Elektrofilter betrieben.
German Pellets geht davon aus, dass jetzt weitere, noch ausstehende baurechtliche Entscheidungen zeitnah getroffen werden und infolge dessen die seit langem geplante zweite Ausbaustufe des Werkes realisiert werden kann. „Der wirtschaftliche Schaden ist für uns ohnehin schon immens“, sagt Unternehmenssprecherin Claudia Röhr. Während des über drei Jahre anhängigen Petitionsverfahrens kam es immer wieder zum Stillstand bei baurechtlichen Entscheidungen. Seit Anfang 2007 wartet German Pellets auf eine Genehmigung der zweiten Ausbaustufe.
Hintergrund zur Altholzverbrennung:
Für die Pelletproduktion wird zur Trocknung der Holzspäne Wärme benötigt. Der Nutzung alternativer Energiequellen kommt weltweit eine immer größere Bedeutung zu. Dazu zählt auch das Verbrennen von Gebrauchtholz in Biomassefeuerungen. Angesichts immer kürzer werdender Lebenszyklen von Holzwerkstoffen, insbesondere in der Inneneinrichtung, fallen jährlich große Mengen unbrauchbar gewordenes Holz an. In Deutschland sind es rund acht Millionen Tonnen pro Jahr – etwa 100 Kilogramm je Einwohner. Diese werden vorwiegend energetisch verwertet. Eine solche Mehrfachnutzung steigert die Rohstoffeffizienz und ist deshalb ausdrücklich erwünscht. Gebrauchtholz stofflich zu nutzen, ist dagegen nur eingeschränkt möglich. Die Verbrennung des nun zum Einsatz zugelassenen Holzes unterliegt dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) und der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft).




