So bleibt der Wald gesund

Nachhaltige Forstwirtschaft heißt, dass nicht mehr Holz genutzt wird, als nachwächst. Seit rund 200 Jahren wird in Deutschland nach diesem forstwirtschaftlichen Grundprinzip gearbeitet.

Steht genug Holz in deutschen Wäldern?

Holz ist der Rohstoff für die Pelletproduktion. Aus Spänen werden die Heizpellets gepresst.
In Deutschland wächst genug Holz nach, um daraus Pellets zu produzieren.

"In Deutschland steht genügend Holz für den Ausbau der Strom- und Wärmeerzeugung zur Verfügung", heißt es in einem Hintergrundbericht der Agentur für Erneuerbare Energien im Oktober 2010.

Rund 31 Prozent der Fläche Deutschlands ist mit Wald bedeckt, rund 3,6 Milliarden Kubikmeter Holzvorrat gibt es in Deutschland. Damit liegt die Bundesrepublik selbst vor den klassischen skandinavischen Waldländern. Jedes Jahr wachsen 11,1 Kubikmeter pro Hektar dazu. Die Waldfläche in Deutschland wächst seit 1992 um rund 176 km2 pro Jahr. "Dieses hohe Holzvorkommen ermöglicht sowohl eine verstärkte stoffliche als auch energetische Nutzung sowie den Export von Holzrohstoffen und -produkten", heißt es in der Studie weiter. Das Holz verstärkt zu nutzen, verhindert auch, dass der Wald überaltert.

Holzenergie machte bereits im Jahr 2010 fast ein Drittel des jährlichen Klimaschutzbeitrages der Erneuerbaren Energien aus. In Zukunft lässt sich mit der gleichen Menge Holz mehr Strom und Wärme erzeugen, als das heute der Fall ist. Und zwar, indem alte, ineffiziente Holzheizungen in Privathaushalten durch modernere ausgetauscht werden. Die Energiegewinnung aus Holz müsse aber weiter ausgebaut werden, um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen, heißt es in dem Hintergrundpapier. Dabei ließen sich die stoffliche und energetische Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes auch in Zukunft gut vereinbaren, da sie auf unterschiedliche Rohstoffe zurückgreifen. Nutzungskonflikte beispielsweise zwischen der Spanplatten- und der Holzpelletindustrie ließen sich durch gezielte Ausschöpfung aller Potenziale vermeiden.
Letztlich sichert die energetische Holznutzung der Forstwirtschaft Absatz- und Arbeitsplätze.

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Ein Viertel aller Privathaushalte heizt schon heute mit Holz

In Deutschland stehen für die Wärmeversorgung der privaten Haushalte rund 17 Millionen Zentralheizungssysteme (z.B. Erdgas- und Heizölkessel, Holzheizkessel, Wärmepumpen u.s.w. sowie rund 14 Millionen Einzelraumfeuerstätten (z.B. Kamin-, Kachel- und Pelletöfen). In rund einem Viertel aller deutschen Privathaushalte wird mit Holz geheizt, überwiegend mit Scheitholz.  Industrie, Gewerbe und Kommunen betreiben rund 77.000 Holzheizungen, Heiz- und Heizkraftwerke die rund 1,5 % des Gesamtwärmeverbrauchs in Deutschland aus Holz produzieren.

Der Brennstoff Holz

Scheitholz

Von den rund 25 Mio Kubikmetern Holz, die 2008 in deutschen Haushalten verbrannt wurden, waren allein 22 Mio Kubikmeter Scheitholz. Vorteil: Brennholzselbstwerber und Privatwaldbesitzer können das Scheitholz selbst einschlagen und so Geld sparen. Nachteile: Der große Raumbedarf, hoher Arbeitsaufwand, lange Trocknungszeiten und niedriger Energiegehalt (3,5 kWh/kg).

Holzhackschnitzel

Holzhackschnitzel sind mit schneidenden Werkzeugen zerkleinertes Holz. Vorteile: sauber und trocken, höherer Energiegehalt als bei Scheitholz (4 kWh/kg). Nachteile: Nur bei größeren Anlagen wirtschaftlich.

Pellets

Pellets bieten den Brennstoff Holz in seiner kompaktesten und bequemsten Form. Der Heizwert von 1 kg Holzpellets entspricht dem eines 1/2 Liters Heizöl (5 kWh/kg). Weitere Vorteile: Pellets sind schütt- und rieselfähig und können daher mit einem Tankwagen geliefert werden und vom Lager automatisch in den Brennraum der Heizung transportiert werden.