Neue Regelungen für Feinstaub

Aufgrund der künftig geltenden schärferen Feinstaubgrenzwerte bei Kleinfeuerungsanlagen müssen zahlreiche Verbraucher in den nächsten Jahren ihre alten Scheitholzkessel durch neue Öfen ersetzen. Die Novelle der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) ist ab 2014 auch für bestehende Anlagen gültig, mit unterschiedlichen Übergangsfristen.

Moderne Pelletkessel erfüllen diese Feinstaubgrenzwerte bereits. Hinzu kommt: Pelletöfen und -kamine erreichen u.a. aufgrund der Kompaktheit der kleinen Brennstäbe Wirkungsgrade bis zu 95 Prozent. Moderne Scheitholz-Kaminöfen kommen auf rund 75 Prozent. Bestehende ältere Anlagen haben deutlich schlechtere Wirkungsgrade. In Deutschland gibt es gegenwärtig rund 15 Millionen solcher Kleinfeuerungsanlagen auf Holzbasis, heißt es aus dem Bundesumweltministerium. Statistisch gesehen besitzt damit jeder sechste Deutsche einen Kamin- oder Kachelofen und trägt damit zur Feinstaubbelastung bei. Diese Anlagen emittieren mehr Feinstaub als alle Diesel-Fahrzeuge in Deutschland, nämlich über 25.000 Tonnen im Jahr. Bei einem Umstieg auf Pellets ließe sich der Feinstaubausstoß drastisch reduzieren.

 

Was kann ich selbst tun?

  • Ein neu eingebauter Kaminofen muss vom zuständigen Schornsteinfeger abgenommen werden.
  • Beim Kauf eines Kaminofens hinsichtlich der Größe (Wärmeleistung) auf den Wärmebedarf des Aufstellraumes achten. Hier hilft der Schornsteinfeger weiter.
  • Beim Kauf eines Kaminofens auf die vom Hersteller angegebenen Schadstoffwerte achten und ein möglichst emissionsarmes Modell auswählen.
  • Besonders emissionsarm sind Pelletöfen und Pelletheizkessel, die den Blauen Engel tragen: beim Verbrennen von Pellets (Holzpresslingen) entsteht weniger Feinstaub als beim Verbrennen von Scheitholz oder Kohle
  • Nur die Brennstoffe verwenden, für die der Ofen eine Zulassung besitzt (siehe Betriebsanleitung). Andere Brennstoffe können zu höheren Schadstoffemissionen führen. Weder Papierbriketts, noch Paraffinbrennscheite oder gar Verpackungsabfälle dürfen in diesen Anlagen verbrannt werden.
  • Weitere Tipps für Besitzer von Kaminöfen enthält der vom Umweltbundesamt herausgegebene Ratgeber Heizen mit Holz

 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, www.bmu.de